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Wandernde PAVILLONS

Drei Pavillons begleiten die diesjährige STEIERMARK SCHAU im Schloss Eggenberg. Unter dem Titel History Repeating? untersuchen sie die Frage, ob sich Krisen wiederholen.

Es war die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der Vertreibung und der Kleinen Eiszeit, als Hans Ulrich, der erste Fürst von Eggenberg, das Schloss errichten ließ, in dem Ende April die Steiermark Schau 2025 eröffnet wird. Das Schloss Eggenberg sollte ein Ausdruck seiner Macht als kaiserlicher Statthalter in Innerösterreich sein, aber auch eine Manifestation der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Der Frage nach dem Bezug zur Gegenwart widmen sich drei mobile, von der Grazer Architektengruppe studioWG3 konzipierte Pavillons. Nach ihrer ersten Station am Wiener Heldenplatz gehen die drei von Günther Holler-Schuster kuratierten Pavillons auf Wanderschaft, und zwar getrennt voneinander nach Graz, Leoben und Mariazell, aber auch nach Ljubljana. Die drei jeweils rund 150 Quadratmeter großen Ausstellungsgebäude bestehen aus Holzgerüsten, die mit Planen des Grazer Unternehmens Sattler bespannt sind. Als temporäre Bauten konzipiert, können die Pavillons nach dem Ende der Schau weiter genutzt werden.

Musik-Pavillon auf dem Wiener Heldenplatz: Hubert Schmalix gestaltete die Außenhaut.

Verstörende Gesellschaft: Plastiken von Erwin Wurm

Das steirische Wappentier von Franz Kapfer zwischen bedrohlichem Raubtier und schönem Fabelwesen.

Der Musik-Pavillon wird über die gesamte Laufzeit der Steiermark Schau vom 26. April bis 2. November im Schlosspark Eggenberg zu sehen sein. Bei seiner Gestaltung haben die Architekten Anleihen bei den für das Barock typischen Gartenpavillons genommen. Im Inneren kommentieren drei herausragende Künstler das Thema „Barocke Theatralik“: Der Komponist Klaus Lang übersetzt mit seinem 50 Minuten langen Werk emblemata sonantes die kurzen Sinnsprüche auf den historischen Deckengemälden des Schlosses in Musik. Erwin Wurm bildet mit seinen Skulpturen die Mitglieder einer Hofgesellschaft monumentales digitales Gemälde von Hubert Schmalix zu sehen.

Der Steiermark-Pavillon – er wird in Mariazell und in Leoben aufgestellt sein – widmet sich dem Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Moderne. Herbert Brandls stilisiertes Gebirge steht in der Tradition der Panorama-Malerei, es greift die Schönheit der Alpen auf aber auch deren turbulente Geschichte. Karoline Rudolf und Antonia Jeitler bringen mit ihren Arbeiten Denkmäler aus dem Gleichgewicht. Der Sockel, auf dem sie üblicherweise stehen, wird zum instabilen Terrain.

Der Alpen-Adria-Pavillon greift die Frage nach den Identitäten in einer Region auf, die eine gemeinsame Geschichte verbindet, in der aber auch blutige Konflikte ausgetragen wurden. Aus dieser Geschichte ergibt sich die architektonische Dreiteilung des Pavillons. Die künstlerischen Beiträge greifen auf sehr unterschiedliche und manchmal auch indirekte Art das Thema Identität auf. So auch Franz Kapfers Auseinandersetzung mit dem Steirischen Panther.

Alpen-Adria- Pavillon mit Arbeiten von Lena Violetta Leitner und Andreas Heller.

Landschaften von Herbert Brandl und Büsten von Antonia Jeitler.

INFO


* MUSIK-PAVILLON  SCHLOSSPARK EGGENBERG
→ 26. April bis 2. November

STEIERMARK-PAVILLON
→ Mariazell 1. Mai bis 28. Juli
→ Leoben 20. August bis 31. Oktober

ALPEN-ADRIA-PAVILLON
→ Ljubljana. Datum noch nicht finalisiert.

STEIERMARK SCHAU
Ambition & Illusion Schloss Eggenberg:
Inszenierung der Welt
26. April bis 2. November

www.steiermarkschau.at

Fotos: Universalmuseum Joanneum/ J.J. Kucek, BildrechtWien 2025

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