Grazetta

Ernst und vorbereitet

Die Technopark Raaba-Holding gilt als heimischer Player, wenn es um die Errichtung und Vermietung von gewerblichen Objekten geht. Die Krise nehmen die beiden Geschäftsführer Peter und Hannes Schreiner natürlich ernst. Auch wenn man darauf vorbereitet war.

 

Zu wie viel Prozent steht die Technopark Raaba-Holding und ihre Mitarbeiter aktuell im Einsatz?

Peter Schreiner: „Zu hundert Prozent. Wir hatten vor etwa zwei Jahren ein Problem mit unserer IT, auf das wir mit einer umfassenden Umstellung reagiert haben. Mit der Investition in einen leistungsstarken Server ging auch eine mobile Anwendung durch die Mitarbeiter einher. Jeder kann auf die Firmendaten zugreifen. Klar, die Situation ist ernst, aber sie trifft uns, was die Arbeitsabläufe anbelangt, nicht ganz unvorbereitet.“

 

Wie läuft die Kommunikation mit Euren Kunden?

Hannes Schreiner: „Sehr viel wird über Telefonkonferenzen abgewickelt, unsere Handwerker arbeiten in den Objekten nicht in Gruppen, sondern alleine. Dabei sind sie von uns mit Masken, Handschuhen und Desinfektionsmitteln versorgt. Die Bürokräfte teilen sich zu zweit die Arbeit auf, lösen sich quasi ab.“

 

Der Großteil arbeitet von zu Hause aus?

Peter Schreiner: „Unsere Mitarbeiter hatten die freie Wahl. Einige wollten Urlaub und Überstunden abbauen, andere gehen in die Vorbereitung für kommende Projekte. Die Baumeister können sich intensiver auf Statik, Berechnung und Ausschreibung vorbereiten. Nur zwei Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Wie gesagt, wir können viel über digitale Plattformen organisieren und haben als Mieter auch eher hochtechnologische Unternehmen wie etwa KNAPP oder Dynatrace.“

 

Wird diese Krise eurer Meinung nach eine Veränderung in der Beschäftigung mitbringen?

Hannes Schreiner: „Das jetzt so viel diskutierte Themen mit dem Homeoffice gab es vor zehn Jahren auch schon. Fakt ist, dass es auf die Effizienz des Einzelnen ankommt. Das war damals wie heute so und wird auch in Zukunft so sein. Meiner Meinung nach ist die persönliche Ebene dennoch wichtig und muss vorhanden sein. Aber wie weit kann sich der Mitarbeiter zu Hause auf seine Arbeit konzentrieren und das Ergebnis bringen? Das bleibt die Frage. Wo ich diese Effizienz bringe, wird eher das Thema sein.“

 

Also der Trend geht in das flexible Büro?

Peter Schreiner: „Der Trend ist schon längst da. Seit Jahren planen wir unsere Räumlichkeiten für die Mieter flexibel und nach modularen Strukturen. Ebenso versuchen wir, die Wege für die Mitarbeiter unserer Mieter kurz und effizient zu halten. Dabei geht es auch darum, dass der Mitarbeiter im Büro autonom arbeiten kann und seinen eigenen Bereich hat. Ebenso rechnen sich jetzt Investitionen in eine moderne und leistungsstarke IT.“

 

Das heißt, die Projekte der Holding sind auf Schiene?

Peter Schreiner: „Die Projektierung für das Parkhaus mit 800 Stellplätzen sowie einer Freizeitanlage am Dach und die nächsten 10.000 m² Bürofläche am Standort Raaba sind abgeschlossen.“

Foto (c) Oliver Wolf: Die Geschäftsführer der Technopark Raaba Holding, Peter (l.) und Hannes Schreiner und ihre Gedanken in der Krise: „Dabei geht es auch darum, dass der Mitarbeiter im Büro autonom arbeiten kann und seinen eigenen Bereich hat. Ebenso rechnen sich jetzt Investitionen in eine moderne und leistungsstarke IT.“
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Bernd Siebenhofer

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