Finanzielle Wünsche sind so vielfältig wie die Lebensgeschichten dahinter. Ob Eigenheim, Vermögensaufbau oder Vorsorge – warum persönliche Beratung im digitalen Zeitalter wichtiger denn je ist und wie Raiffeisen dabei unterstützt, diese Wünsche zu verwirklichen: Generaldirektor Martin Schaller über die diesjährigen Oktober-Gespräche.
GRAZETTA • Herr Generaldirektor, die Oktober-Gespräche stehen heuer unter dem Motto „Vom Wunsch zur Wirklichkeit“. Worum geht es dabei?
MARTIN SCHALLER • Jeder Mensch trägt finanzielle Wünsche mit sich, etwa die erste eigene Wohnung, eine gute Ausbildung für die Kinder oder einen sorgenfreien Ruhestand. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegt dabei oft nur ein Gespräch. Genau dazu laden wir ein: Wir hören zu, kennen die Lebenswelten unserer Kund:innen und finden maßgeschneiderte Lösungen für jede Situation. So wird aus einem vagen „Irgendwann einmal“ ein konkreter Plan.

„Digitalisierung und persönliche Beratung sind kein Widerspruch.“
MARTIN SCHALLER
RLB Generaldirektor
Viele finanzielle Angelegenheiten lassen sich heute bequem digital erledigen. Warum bleibt die persönliche Beratung dennoch so wichtig?
MS • Den finanziellen Alltag erledigen unsere Kund:innen längst digital und das ist gut so. Eine Überweisung ist aber etwas anderes als eine Lebensentscheidung. Bei den großen Fragen rund um Wohnen, Vorsorge und Veranlagung braucht es ein Gegenüber, das nachfragt, einordnet und auch Alternativen aufzeigt. Unsere Berater:innen kennen die Menschen und ihre Geschichten oft über Jahre und dieses Vertrauen kann kein Algorithmus ersetzen. Digitalisierung und persönliche Beratung sind deshalb kein Widerspruch, sie ergänzen einander: die App für den Alltag, das persönliche Gespräch für die strategischen Entscheidungen.
Welchen Mehrwert nehmen Kund:innen konkret aus einem Beratungsgespräch mit?
MS • Vor allem Klarheit. Wir schauen uns die gesamte finanzielle Situation an, nicht nur ein einzelnes Produkt. Daraus entsteht eine Lösung, die wirklich zum Leben passt, von der Finanzierung bis zur Veranlagung. Besonders gefragt sind derzeit Finanzprodukte, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert sind. Immer mehr Menschen wollen wissen, was ihr Geld bewirkt. Dass wir unsere Kund:innen dabei mit hoher Beratungsqualität begleiten, zeigt auch der Recommender Award 2026: Wir wurden erneut für die beste Kund:innenberatung ausgezeichnet. Das ist für uns Bestätigung und Auftrag zugleich.
Wir nehmen uns Zeit, begleiten verlässlich und bleiben in allen Lebenslagen an der Seite unserer Kund:innen.
MARTIN SCHALLER, RLB Generaldirektor
Wie unterstützt Raiffeisen Kund:innen dabei, finanzielle Ziele langfristig zu erreichen?
MS • Zuerst braucht es einen Überblick: Was ist kurzfristig wichtig, was soll langfristig wachsen? Wer bewusst plant, handelt nach dem Prinzip des „Finanzspringbrunnens“. Er zeigt auf einfache Weise, wie eine ausgewogene Finanzstruktur aussieht: Das Girokonto dient dem täglichen Zahlungsverkehr, das Sparkonto bildet die Reserve für Unvorhergesehenes und langfristige Investments schaffen die Grundlage für den Vermögensaufbau. Gerade weil Erspartes durch die Inflation laufend an Kaufkraft verlieren kann, können neben dem klassischen Sparen auch Wertpapiere sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass Risiko, Laufzeit und Ziel zusammenpassen.
Welche digitalen Angebote ergänzen die persönliche Beratung besonders?
MS • Die Basis für jede finanzielle Planung wird mit Finanzwissen gelegt. Dies wollen wir einfach zugänglich und verständlich machen: etwa mit dem Finanzsimulator „fit2invest“, mit dem sich Veranlagung am Kapitalmarkt risikolos ausprobieren lässt. Die App „Raiffeisen Börse360°“ liefert zudem Hintergrundwissen zu Märkten und Produkten – ideal zur Vorbereitung auf ein Beratungsgespräch oder den direkten Wertpapierkauf über Mein ELBA. Und mit der digitalen Vermögensverwaltung „WILL“ bietet Raiffeisen bereits mit geringen Beträgen die Möglichkeit, das Vermögen von Profis verwalten zu lassen. Denn gerade bei diesem Thema schlummert noch viel Potenzial.
Bei den großen Fragen rund um Wohnen, Vorsorge und Veranlagung braucht es ein Gegenüber, das nachfragt, einordnet und auch Alternativen aufzeigt.
MARTIN SCHALLER, RLB Generaldirektor
Was möchten Sie den Menschen mit Blick auf die diesjährigen Oktober-Gespräche mitgeben?
MS • Dass viele Menschen den Anlass nutzen und mit ihren Wünschen zu uns kommen. Ob es um den Traum vom Eigenheim geht, die Vorsorge oder einfach um die Frage, wie man gut mit seinem Geld umgeht. Wir nehmen uns Zeit, begleiten verlässlich und bleiben in allen Lebenslagen an der Seite unserer Kund:innen. Vor allem aber freuen wir uns auf viele gute Gespräche sowie auf das abschließende Highlight, den Raiffeisentag am 31. Oktober im Freilichtmuseum Stübing.
Beachten Sie: Veranlagungen in Wertpapiere können mit Risiken verbunden sein.
Foto: RLB Steiermark






