Grazetta

HEIMAT der WASSERSTOFFforschung

Die Zukunft findet in der Steiermark bereits jetzt statt. Die Forschung arbeitet intensiv an innovativen grünen Technologien von morgen – tatkräftig unterstützt von Wirtschaft und öffentlicher Hand. Barbara Eibinger­-Miedl (ÖVP), Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Regionen, Wissenschaft und Forschung, will die Innovationskraft der Steiermark noch weiter stärken.

Wirtschafts-und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP): „Die Steiermark ist unter den Top 5-Regionen Europas in der Wasserstoffforschung.“

GRAZETTA  Die Steiermark gehört europaweit zu den Regionen mit der höchsten Forschungsquote. Welche Faktoren sind für diesen Erfolg verantwortlich?

BARBARA EIBINGER-MIEDL • Die hohe Forschungs- und Entwicklungsquote von über fünf Prozent verdanken wir der herausragenden Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand. Diese gelebte Kooperationskultur hat der Steiermark einen exzellenten Ruf als Innovations- und Forschungsland weit über die Landesgrenzen hinaus eingebracht. Wir werden auch künftig an einem Strang ziehen, um die Innovationskraft der Steiermark weiter zu stärken. Denn damit sind Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze verbunden.

Gerade bei Zukunftsthemen gibt es in der Steiermark enormes Know-how in der Wissenschaft und in der Wirtschaft. Wie lassen sich die Kompetenzen dieser Bereiche am besten zusammenführen?
BEM • Mit unseren Clustern und Kompetenzzentren, die ein perfektes Innovations-Ökosystem bieten. Rund um die Stärkefelder der steirischen Wirtschaft ist es damit erfolgreich gelungen, schlagkräftige Netzwerke zu schaffen, beispielsweise den Green Tech-Cluster zum Thema Nachhaltigkeit oder den ACstyria in der Mobilitätsbranche. Unsere Cluster-Strategie hat sich insgesamt zu einem weiß-grünen Erfolgsmodell entwickelt.

In Österreich gibt es 41 Kompetenzzentren, an fast jedem zweiten ist die Steiermark beteiligt, 17 haben sogar den Hauptsitz in der Steiermark. Welche Bedeutung haben diese Kompetenzzentren für unser Bundesland?
BEM • Sie sind ein wichtiger Baustein für den Erfolg unseres Forschungsstandorts und haben dazu beigetragen, dass die Steiermark eine internationale Vorzeigeregion für Forschung, Entwicklung und Innovation geworden ist. Sie bieten Spitzenforschung auf internationalem Niveau und sind bestens mit der Industrie vernetzt.

Wir haben ein  großes Know-how  beim Zukunftsthema der grüne Technologien.

Erst jüngst hat die Forschungsförderungsgesellschaft fünf COMET-Kompetenzzent ren mit steirischer Beteiligung verlängert. Ist das als Bestätigung der F&E-Bemühungen in der Steiermark zu sehen?
BEM • Damit schreiben wir die Erfolgsgeschichte jedenfalls weiter, und es unterstreicht zudem die hervorragende Arbeit der Forscher. Vor allem unser großes Know-how in den Zukunftsthemen der Digitalisierung und der grünen Transformation wird dabei sichtbar.

Gerade im Bereich der innovativen und grünen Technologien kann unser Bundesland auf beträchtliche Kompetenz und Erfolge verweisen. So hat vor kurzem die Forschungsförderungsgesellschaft ein neues COMET-Kompetenzzentrum, das HyCentA,  genehmigt. Es konzentriert sich auf Wasserstoff-Technologien. Welche Erwartungen haben Sie an das HyCentA?
BEM • Mit dem HyCentA bekommt die Steiermark ein neues COMET-Kompetenzzentrum, das gerade angesichts der Energiewende von großer Bedeutung ist. Ich bin davon überzeugt, dass auf Wasserstoff basierende Technologien ein wesentlicher Schlüssel für die grüne Transformation in der Industrie, aber zum Teil auch im Mobilitätsbereich, sein werden. Die Steiermark ist bei der Entwicklung dieser zukunftsweisenden Technologie bereits jetzt Vorreiter: 60 Prozent aller österreichischen Forschungsaktivitäten im Bereich Wasserstoff finden in unserem Bundesland statt.

Foto: Theresa Rothwangl

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