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Grazetta

Risiko, du bist enttarnt

Unternehmen umfassend im Risiko- und Versicherungsmanagement zu begleiten. Das ist die Aufgabe der GrECo Gruppe seit über 100 Jahren, sowohl regional als auch über Österreichs Landesgrenzen hinweg in 21 Ländern. In der Steiermark betreut Martin Lang als neuer Regional Manager mit seinem Team über 300 Klienten und unterstützt Unternehmen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und besser zu steuern. Wie macht GrECo das?
Zwei gebürtige Steirer quantifizieren, verringern oder vermeiden Risiken für ihre Klienten: Christoph Repolust,
Vorstand GrECo International AG (l.) mit Martin Lang, Regional Manager GrECo Steiermark.

GRAZETTASeit Juli sind Sie Regional Manager bei GrECo Steiermark. Die GrECo Gruppe, ein eigentümergeführtes Unternehmen, gilt in Österreich als führender Risiko- und Versicherungsspezialist für Industrie, Handel, Gewerbe und den öffentlichen Sektor mit rund 1.500 Mitarbeitern. Sie helfen Ihren Klienten, deren Risiken systemisch zu managen. Zuerst wird also das Risiko gelöst und dann versichert?
MARTIN LANG • Um den Anforderungen der Geschäftswelt gerecht zu werden, hat die Entwicklung bei GrECo vom Versicherungsmakler zum Risikoberater geführt. Insofern geht es im ersten Schritt darum, sich gemeinsam mit den Klienten und ihren Risiken zu beschäftigen. Zusammen wird das Risiko dementsprechend quantifiziert, verringert oder überhaupt vermieden. Es ist ein umfassender Prozess, der von Loyalität, aber auch Progressivität geprägt ist. Soll heißen, dass wir unsere Klienten in allen relevanten Bereichen begleiten. Wir beschäftigen uns frühzeitig mit Entwicklungen, die für unsere Klienten künftig relevant werden könnten, und helfen dabei, daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten. GrECo kann auf eine über 100-jährige Erfahrung zurückgreifen und überzeugt mit einem globalen wie regionalen Netzwerk.

In Österreich ist GrECo an zwölf Standorten vertreten, in Graz sind es zwei. Welche Akzente wollen Sie in Ihrer neuen Funktion setzen?
ML • Aktuell betreuen wir über 300 Klienten in der Steiermark. Viele dieser Unternehmen sind, wie wir, eigentümergeführt und legen Wert auf eine persönliche und langfristige Partnerschaft. Da wir vor Ort agieren, kennen wir die Infrastruktur, haben unsere Netzwerke, verstehen die Prozesse unserer Klienten und können diese bei Bedarf unkompliziert und rasch optimieren. Um deren Anforderungen noch besser abzudecken, werden wir unsere Bereiche und die 45 Mitarbeitenden künftig an einem Standort unter dem Dach der GrECo Steiermark zusammenführen.

Das GrECo Steiermark Team betreut aktuell über 300 Klienten und
verbindet regionale Nähe mit internationalem Know-how.

Mit der exklusiven Vertriebskooperation zwischen der GrECo Bancassurance und der Steiermärkischen Sparkasse werden finanzielle Expertisen mit den Erfahrungen im Risikomanagement gebündelt. Wie sieht so ein gemeinsam geschnürtes Bündel für den Klienten aus?
ML • Durch die Synergie aus finanzieller Expertise und tiefgehender Marktkenntnis im Risikomanagement ergibt sich für den Klienten ein klarer Wettbewerbsvorteil. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist zudem die Verbindung aus regionaler Nähe und internationalem Know-how. Ein Beispiel: Ein langjähriger Klient von uns, ein steirisches Unternehmen, plant schon seit Längerem eine Expansion nach Südamerika und in die USA. Die Bank finanziert die neuen Produktionsstätten, ein Mitarbeiter von uns begleitet das Unternehmen vor Ort, analysiert die Risiken des Vorhabens und entwickelt eine Lösung, die zur Expansionsstrategie des Unternehmens passt. Und die Bank erlangt Gewissheit. Was passiert bei einer Betriebsunterbrechung? Kann das Unternehmen die Kredite dann noch bedienen? Auf diese Fragen haben wir die Antworten.

Ist diese Synergie aus Finanz- und Risikomanagement das Optimum für jede Branche?
ML • Die Synergie aus Finanz- und Risikomanagement ist ein wesentlicher Hebel für die finanzielle Gesundheit jedes Unternehmens, weil die klassische Finanzierung und Veranlagung mit einer umfassenden Risikoanalyse das Fundament für stabile Cashflows, bessere Finanzierungskonditionen und langfristige Planungssicherheit bildet. GrECo Bancassurance agiert dabei mit ganzheitlicher, vorausschauender und enger Beratung als Bindeglied. In diesem Bereich steckt unglaublich viel Potenzial, das die Steiermärkische Sparkasse als unsere Partnerin schon lange als innovativen und zukunftsorientierten Faktor wahrnimmt.

Aber ist es in der Praxis möglich, jegliche Art von Risiko einschätzen zu können?
ML • Risiken können mit Chamäleons verglichen werden. Sie sind ständig im Wandel, mal offensichtlich, mal gut getarnt, aber immer präsent. Ich sehe es als unsere Aufgabe an, diese Risiken zu enttarnen. Indem wir uns fragen, wie hoch die Höchstwahrscheinlichkeit des Risikos ist und welchen höchstwahrscheinlichen Schaden es anrichten kann. Und für dieses relevante Risiko gilt es den Klienten zu sensibilisieren und ihn dagegen zu versichern. Er muss das Risiko verstehen. Dafür schaffen wir auch die fundierten Grundlagen. In unserem Tochterunternehmen GrECo Risk Engineering sind 20 Techniker und Risikoingenieure beschäftigt, die sich auf den Brandschutz, ESG oder Naturkatastrophen spezialisiert haben. Es sind auch ihre Expertisen, die den Versicherungen vorgelagert werden.

Wir helfen dabei,
Risiken einzuordnen, Verantwortlichkeiten
zu klären und tragfähige
Lösungen zu entwickeln.

MARTIN LANG
Regional Manager GrECo Steiermark

Sie sind seit 20 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Das Geschäft ist heute um einiges komplexer als damals.
ML • Die Versicherungsbranche hat sich stark gewandelt. Zu den klassischen Versicherungsthemen sind neue Anforderungen und Risikofelder hinzugekommen. Unternehmen erwarten heute nicht nur Versicherungsschutz, sondern auch professionelle Unterstützung bei Risikoanalysen, Risikomanagement und strategischen Entscheidungen. Themen wie Cyber-Risiken, ESG oder Betriebsunterbrechungen machen eine ganzheitliche Betrachtung von Risiken wichtiger denn je. Dieser steigenden Gefahr begegnet GrECo mit eigenen Cyber-Risk-Experten, die Klienten bei der Absicherung und Bewältigung von Cyber-Risiken unterstützen.

Worum geht es dabei?
ML • Um beschädigtes Vertrauen, vorsätzliche Täuschung und technische Angriffe auf die IT eines Unternehmens. Für viele Führungskräfte oder Eigentümer sind die eigenen Mitarbeiter oder die IT im Haus so etwas wie die heilige Kuh. Das darf man nicht pauschalieren, aber schwarze Schafe gibt es nun einmal. Manipulation durch die eigenen Mitarbeiter führt zu finanziellen Verlusten, externe Hacker-Angriffe oder Malware zu Cyber-Diebstahl, Datenverlust, Erpressung und Schadenersatzansprüchen. Mit der Vertrauensschadenversicherung schützt GrECo sowohl vor Vertrauensmissbrauch als auch vor digitalen Bedrohungen. Das sind gegenwärtige Risiken, aber die nächsten haben sich bereits angekündigt.

Welche Risiken erwarten Sie in nächster Zeit?
ML • In Zukunft werden sich Unternehmen damit auseinandersetzen, wie man mit den Risiken rund um das Thema KI umgeht. Wie werden Bereiche, die von der Künstlichen Intelligenz gestaltet werden, versichert? Wer haftet für selbstfahrende Autos? Das wird für die Klienten auch im Hinblick auf die Gesetze eine Herausforderung werden. Bevor hier Investitionen getätigt werden, sollten Unternehmen an ein umfassendes Risikomanagement denken. Wir helfen dabei, Risiken einzuordnen, Verantwortlichkeiten zu klären und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Fotos: Benjamin Gasser, GrECo

P. Kovacs-Merlini

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