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Grazetta

“Zu 101 Prozent”

Vor 30 Jahren startete Helmut Neukam mit einer einzigartigen Vision und brachte ein Hotel in die Höhe. Mit einem bodenständigen Team rund um Direktor Josef Röck gibt er Gästen zahlreiche Gründe, um wiederzukommen. Ein Besuch im NOVAPARK Flugzeughotel Graz zum Jubiläum.
Geben als Wohlfühl-Gastgeber im NOVAPARK Flugzeughotel Graz den Gästen das Gefühl, dass sie nach Hause kommen: Hoteldirektor Josef Röck,  Natascha Hochsteiner (Sales & Marketing) und Eigentümer Helmut Neukam (v.l.) im hoteleigenen Wellnessbereich NOVA-SPA.

GRAZETTA Herr Neukam, ich möchte mit einem Zitat von Ihnen beginnen: Vor Jahren sagten Sie: „Bis dato ist alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Rechnung ist aufgegangen.“ Stimmt die Rechnung auch zum 30-jährigen Jubiläum Ihres NOVAPARK Flugzeughotel Graz?
HELMUT NEUKAM • Die Rechnung stimmt nach wie vor. Wir haben viel richtig gemacht. Dabei wollte ich 1995 eigentlich nur ein kleines Gästehaus aufbauen. Zum Start hatten wir 13 Zimmer. Schritt für Schritt ging es dann aber in Richtung Hotel. Schon ein Jahr später folgten die Erweiterungen um 40 Zimmer und Appartements, um einen Wellnessbereich und die ersten drei Veranstaltungsräume. Damals waren Räumlichkeiten für Tagungen und Kongresse rar. Darauf haben wir reagiert und diesen Bereich parallel zum Zimmer- und Wellnessbereich ausgebaut. Kein Stein ist auf dem anderen geblieben. Wenn wir etwas machen, dann anständig. Das Fundament bildet aber bis heute ein familiengeführtes Unternehmen, das auf Tradition setzt und den Gast emotional erreicht. Wir sind ein Wohlfühlhotel mit persönlicher Note und keine Kette. Wir sind Familie.

Heute hat das NOVAPARK Flugzeughotel Graz eine Fläche von 14.000 Quadratmetern für Gäste. Was erwartet sie dort?
JOSEF RÖCK • Allein unsere Wellnessoase NOVA-SPA erstreckt sich im vierten und fünften Stock über 3.000 Quadratmeter. Neben einer großzügigen Entspannungslandschaft gibt es einen Indoor-Pool mit Gegenstromanlage, Whirlpools innen und außen sowie Ruheräume. Zum Wellnessbereich gehören fünf Saunen und eine Salzoase. Gäste können aber auch entspannte Stunden auf der 500 Quadratmeter großen begrünten Dachterrasse verbringen. Dazu kommt ein Eventbereich mit 2.800 Quadratmetern und 22 Veranstaltungsräume in unterschiedlichen Größen für zwei bis 900 Gäste. Hochzeiten, Gala-Empfänge und Geburtstagsfeiern – wir hatten schon alles im Haus. Im Untergeschoß finden Familien einen Bereich vor, in dem sie sich mit Billard, Darts oder Tischtennis die Zeit vertreiben können. Ich denke, dass wir alle Erwartungen erfüllen. Und das unter einem Dach.

Kein Stein ist  auf dem anderen  geblieben. Wenn wir etwas machen, dann anständig. Das Fundament bildet aber bis heute ein familiengeführtes Unternehmen, das auf Tradition setzt  und den Gast  emotional erreicht.

HELMUT NEUKAM

Auf dem sich zwei Flugzeuge befinden. Weltweit eine einzigartige Konstellation, die nach wie vor für viel Aufsehen sorgt.
HN • Ich wollte etwas anderes machen als andere Hoteliers. Da bin ich auf die Idee mit den Flugzeugen gekommen. Schiffe wären statisch nicht möglich gewesen. Bis die Flugzeuge dann endlich am Dach landeten, war es ein langer Weg. Das Resultat ist weltweit einzigartig, allein deswegen kommen Tausende Besucher und Gäste zu uns ins Haus. Diese Vision umzusetzen, war mir auch wichtig, um einen Beitrag für die Förderung des Tourismus in Graz zu leisten. Also ein Projekt für die Stadt und die Menschen zu realisieren, das es zuvor noch nicht gegeben hat.

Wie hat die Stadt darauf reagiert?
HN • Am Anfang hat man es eher ignoriert. Man hat die Dimension wohl nicht richtig einschätzen können. Als ich in Amerika war, wo ich die Flugzeuge organisierte, wurde ich im US-Fernsehen als „Crazy Businessman from Graz“ bezeichnet. Aus der vermeintlichen Verrücktheit wurde ein touristischer Mehrwert. Wir sind etwas Besonderes. Und auch die Stadt hat sich danach um Außenwerbung bemüht. Wir haben Kooperationen mit Graz Tourismus und Österreich Werbung. Bei den Nächtigungen können wir Zuwächse verzeichnen. Ich bin jeden Tag im Hotel und spreche mit den Mitarbeitern und den Gästen. Sie kommen in erster Linie wegen der Flugzeuge, dem Spa-Bereich und dem Parkplatzangebot. Unsere 350 Eigenparkplätze sind ein Segen. Wo kann man sonst bei einem Hotel in der Stadt noch so viele Autos unterbringen? Fakt ist aber auch, dass wir noch eine weitere Parkebene einziehen müssen.

Sind Sie grundsätzlich mit der touristischen Entwicklung in Graz zufrieden?
JR • Persönlich finde ich es schade, dass man nicht den Mut aufgebracht hat, sich für den Eurovision Song Contest im nächsten Jahr zu bewerben. Die Chance, sich bis zu 170 Millionen TV-Zusehern auf der ganzen Welt zu präsentieren, sollte man nicht liegen lassen. Allein die Bewerbung hätte Aufmerksamkeit erzeugt. Der ESC hätte eine nachhaltige Wertschöpfung in den darauffolgenden Jahren garantiert und wäre ein Meilenstein gewesen. Was die Entwicklung in der Hotellerie anbelangt, hat Graz in den letzten Jahren rund 3.000 Betten dazubekommen, was zu einem Überangebot und damit einem Verdrängungswettbewerb auf Preisbasis geführt hat. Im Gegensatz zu Hotelketten, denen es vor allem um Marktanteile geht, unterliegen wir als familiengeführtes Hotel einem permanenten Preisdruck. Aber diese Herausforderung nehmen wir an.

Im Gegensatz zu Hotelketten, denen es vor allem um Marktanteile geht, unterliegen wir als familiengeführtes Hotel einem permanenten Preisdruck.

JOSEF RÖCK

Wie gelingt dies?
HN • Indem sich das NOVAPARK Flugzeughotel auf sein Kernklientel fokussiert. Dazu zählen Städte-Urlauber, für die wir die richtigen Pakete schnüren, aber auch unser Angebot für Meetings, Incentives, Konferenzen und Veranstaltungen. Diese Zielgruppen bearbeiten wir zu 101 Prozent. Dafür haben wir Anfang des Jahres eine eigene Abteilung für Sales und Marketing gegründet, die von meiner Tochter Natascha Hochsteiner geleitet wird. Gemeinsam mit der Erfahrung von Josef Röck als Direktor und einem neuen Team in Führungspositionen gehen wir effizient vor, auch wenn wir mit einem bescheidenden Marketing-Budget nicht in allen Teichen fischen können.

JR • Es geht um Flexibilität und Authentizität. Manchmal werden spontan 40 Nächtigungen gebucht, auch darauf sind wir vorbereitet. Heute erfolgen mehr als 50 Prozent der Buchungen über Portale. An Wochenenden können es schon einmal bis zu 150 Gäste mehr sein. Planbarkeit
war gestern. Wir richten unsere Strategie darauf aus, dass Gäste bei uns wieder direkt buchen. Und das honorieren wir auch dementsprechend. Dies setzt aber voraus, dass wir als Hotel für den Gast attraktiv bleiben und ihn mit Authentizität und Dienstleistung überzeugen. In der Kategorie Personal bekommen wir auf den Buchungsportalen neun von zehn Punkten, weil wir als Wohlfühl-Gastgeber den Gästen das Gefühl geben, dass sie nach Hause kommen.

Ein Zuhause, das als Bühne auch ganzjährig mit Veranstaltungen bespielt wird. Die 80’s-Parties in der Flieger-Bar der Iljuschin sind legendär.
HN • Das zählt zum ganzheitlichen Anspruch, dem das NOVAPARK als Flugzeughotel gerecht wird. Über den Dächern von Graz auf einer 130 Quadratmeter großen Sonnenterrasse mit Blick auf den Grazer Schloßberg kann man von Dienstag bis Samstag ab 16 Uhr den Sound der 1980er mit Getränken aus dieser Zeit genießen. Zum Konzept der NOVA-AIR gehört auch das Restaurant in der Boeing, das exklusiv für Events und Anlässe gebucht werden kann. Auch unsere 165 Zimmer sind wie die Flugzeugklassen in Economy, Business und 36 Zimmer der Kategorie in First Class unterteilt. Die First Class-Zimmer sind über 30 Quadratmeter groß und haben einen privaten Balkon.

JR • Im Eventbereich haben wir durchgestartet. Fälschlicherweise wurde von einigen Medien berichtet, der Restaurantbetrieb sei geschlossen. Dabei hatten wir die Küche komplett neu aufgestellt, waren bei Anlässen wie Muttertag oder Vatertag ausgebucht. Während man in der Boeing bei exklusiven Events wie Firmen- oder Weihnachtsfeiern abheben kann, bieten wir Gästen im Restaurant der Iljuschin von Dienstag bis Samstag eine kulinarische Reise rund um die Welt an. Diese Reise hat natürlich auch regionale Genuss-Destinationen wie etwa im Herbst mit Trüffel- oder Wildspezialitäten. Am 31. Dezember richten wir einen Silvesterball mit EGON7 und einer Disco in der NOVA-AIR aus. Wir gehen bei Veranstaltungen aber nicht nur in die Höhe, sondern mit einem Angebot für Jung und Alt auch in die Breite. Das beginnt bei „Boogie & Swing“-Tanzveranstaltungen sowie Travestie-Shows und reicht bis zu Klassikern wie lange Saunanächte, Live-Piano-Musik und der „Oldies but Goldies“-DJ Night.

Welche Bilanz ziehen Sie als Gründer und Eigentümer des NOVAPARK Flugzeughotel Graz und womit rechnen Sie in Zukunft ?
HN • Unterm Strich sind wir Menschen, eine Familie und haben eine Geschichte zu erzählen. Und diese Geschichte führt dazu, dass Menschen zu uns kommen, sich die Stadt ansehen, unser Wellnessangebot nutzen, an Bord der Flugzeuge oder im Hotel etwas essen und durch Graz bummeln. Das ist das Ergebnis mit dem wir in die Zukunft gehen.

Fotos: Benjamin Gasser

P. Kovacs-Merlini

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