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Grazetta

Perfekt verzahnt

Das Klischee über den Zahnarztbesuch hat keine Gültigkeit mehr. Verantwortlich dafür sind Eberhard und Irene Kowatsch. Mit heydents, der ersten privaten Zahnklinik in der Steiermark im Grazer Brauquartier,haben sie einen außergewöhnlichen Ort geschaffen. Dort wird behandelt, verstanden und vor allem viel gelacht.

GRAZETTAAllein schon die Tatsache, dass Sie beide einen doppelten Doktortitel haben, lässt darauf schließen, dass die fachliche Kompetenz in Ihrer Zahnklinik eine fundierte ist.
IRENE KOWATSCH • Nach dem Studium der Humanmedizin wollte ich mich eigentlich der Gynäkologie widmen. In meiner Familie hatte niemand etwas mit Medizin zu tun. Meine Großmutter wünschte sich, Medizin zu studieren und als Hebamme zu arbeiten. Sie musste ihren Traum aufgeben, weil kein Geld im Haus war. Da dachte ich mir, wenn sie es nicht konnte, dann mach ich es. Es kam dann eben anders. Ich lernte meinen Mann am LKH Graz kennen und er kam auf die Idee, wir sollten uns gemeinsam der Zahnmedizin widmen. „Machen wir zusammen Zahn um Zahn“, war sein Spruch. Es war die richtige Entscheidung, weil es ein schöner Beruf ist und ein richtiges Handwerk. Auch Eberhard kam über Umwege zur Zahnmedizin.

Wollten Sie auch Gynäkologe werden?
EBERHARD KOWATSCH • Das nicht, aber plastischer Chirurg. Dieser Weg führte mich über Düsseldorf, wo Parviz Ansari die Königsallee zum Synonym für Schönheitschirurgie machte, nach Rio de Janeiro. Reich an Erfahrungen ging es zurück nach Graz und zur Kieferchirurgie. Was folgte, war eine Zeit, die von unzähligen Operationen und intensiver Weiterentwicklung geprägt war. Mit ausreichend Praxis gründeten Irene und ich dann die Ordination in Klagenfurt und behandelten dort die Patienten bereits mit Unterstützung von Computer-Navigation. Wir hatten damals mehr Operationen als das AKH in Wien.

Neben der Ordination in Klagenfurt betreiben Sie mit heydents im Grazer Brauquartier die erste private Zahnklinik in der Steiermark. Dazu zählen neben 17 Behandlungseinheiten im Endausbau, zwei Aufwachräume, ein OP-Bereich und ein eigenes Zahntechniklabor. Ist mal eine umfassende dentale Ansage.
EK • Die Idee für die Klinik war richtig und mutig. Aber auch naiv. Rückblickend hatten wir sie auch immer schon im Hinterkopf und wir wollten sie unbedingt umsetzen. Wir kommen beide aus einfachen Verhältnissen und haben immer hart gearbeitet. Dafür braucht es nicht nur fundiertes Handwerk, sondern auch Planung, Struktur und Visionen. Um die Zulassung als Krankenanstalt zu bekommen, haben wir hart verhandelt. Letztendlich ist es ein Ort geworden, der Hightech mit Persönlichkeit verbindet. Und infrastrukturelle Vorteile wie Tiefgaragenplätze, öffentliche Anbindung, die Nähe zur Autobahn und Barrierefreiheit hat.

An erster Stelle kommt für uns der Patient und danach die Mitarbeiter. Diese Prioritäten werden so auch wahrgenommen und geschätzt.

EBERHARD KOWATSCH

Laut Ihrer Aussage müsse die Zahnmedizin anders sein. Wie ist sie denn und warum muss sie sich ändern?
IK • Unserer Erfahrung nach ist die Zahnmedizin oftmals zu kompliziert für den Patienten und auch zu hektisch. Ein Kassenvertrag kalkuliert etwa eine Füllung mit einem Zeitaufwand von maximal zehn Minuten. Entscheidend ist doch, dass dem Patienten zugehört wird, ihm Vorgänge und Optionen erklärt werden. Das ist in der Kassenmedizin verloren gegangen. Allein durch das Zuhören könnten Operationen verhindert oder optimiert werden. Da geht es oft nur um wenige Minuten, aber die können für den Patienten und sein Wohlbefinden entscheidend sein.
EK • Irene und ich sind ewig Suchende, besuchen nahezu alle für unser Segment relevanten Kongresse, entwickeln uns weiter und hinterfragen. Weil sich der Patient die volle Aufmerksamkeit und umfassendes Wissen verdient. Dafür braucht es die Synergie aus fundierter Erfahrung und modernsten technischen Errungenschaften. Ebenso wichtig ist der permanente Austausch mit jungen ambitionierten Ärzten und Experten.

Deshalb gibt es in Ihrer Klinik auch einen eigenen Vortrags- und Schulungsraum. Ist heydents auch eine Ausbildungsstätte?
IK • Als Klinik ist es uns möglich, junge Zahnärzte anzustellen. Sie lernen von uns und wir von ihnen. Daraus entsteht ein Diskurs, und wie gesagt ein reger Austausch, ein Geben und Nehmen. Gemeinsam mit dem Team wollen wir ewig Suchende bleiben und als „Silicon Valley der Zahnmedizin“ agieren. Das Resultat ist, sich am Patienten zu orientieren, ihn schnell und unkompliziert glücklich zu machen. Er soll mit einem Lachen hinausgehen und lächelnd wiederkommen.

Das Ziel ist, das Team, zu dem drei Anästhesisten gehören, mit sieben zusätzlichen Zahnärzten zu komplettieren. Durch ihre Größe ist die Klinik für Zahnärztinnen attraktiv, weil die Arbeitszeit flexibel gestaltet werden kann.

Sämtliche zahnärztliche Eingriffe können in der Klinik auch unter Vollnarkose vorgenommen werden. Ist die Angst vor dem Zahnarzt noch immer so groß?
EK • Mir sind Fälle bekannt, da warten sogenannte Angstpatienten bis zu eineinhalb Jahre auf einen Zahnarzttermin mit Vollnarkose. Fakt ist, dass wir in der Klinik noch weitere Anästhesisten brauchen könnten. Angst haben nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. Eltern schildern ihren Kindern den Besuch beim Zahnarzt teilweise wie eine Apokalypse. Da fängt das Problem schon an. Als einzige Alternative zur Behandlung mit Vollnarkose bleibt dann oft nur ein Sanatorium. Und dort ist der Eingriff dann dreimal so teuer.

Auf der anderen Seite gelten Zähne und ein perfektes Lächeln als Visitenkarte. Nach dem Motto: „Zeig mir Deine Zähne und ich sage Dir, wer Du bist.“
IK • Zähne gelten als Visitenkarte eines Menschen. Das ist so. Und deshalb ist es unumgänglich, dass man sich schon in frühen Jahren um die richtige Pflege kümmert. In Skandinavien gibt es Karies fast gar nicht mehr, weil dort schon im Kindesalter aktiv mit der Prophylaxe begonnen wird. Darum gehört meiner Meinung nach der Zahnarztbesuch in den Mutter-Kind-Pass. Ohne Eltern kann die Basis für die Zahngesundheit der Kinder nicht gelegt werden. Einen pragmatischen Zugang hierfür gibt es auch in Deutschland: In Form eines Bonus-Heftes für regelmäßige Besuche der Kinder beim Zahnarzt. Ist das Heft voll, kriegen die Eltern bei notwendigen Behandlungen den vollen Zuschuss von der Krankenkasse. Wenn nicht, dann beträgt der Zuschuss maximal zehn Prozent der Behandlungskosten.
EK • Als unsere Töchter noch im Kindergarten waren, luden wir immer wieder Kinder ein, um über die richtige Zahnhygiene zu informieren und haben ihre Zähne auch kontrolliert. Da gab es kein einziges Kind ohne Karies. Und da waren Kinder dabei, die einer guten Gesellschaftsschicht angehörten. Die Aufklärung über gesunde Zähne ist seltener geworden. Deshalb muss verstärkt an die Eltern appelliert werden.

Gemeinsam mit dem Team wollen wir ewig Suchende bleiben und als „Silicon Valley der Zahnmedizin“ agieren.

IRENE KOWATSCH

Was ist das größte Risiko? Karies oder Parodontitis?
IK • Bei Kindern ist Karies nach wie vor das Hauptthema. Parodontitis ist eine Infektion, die zum Großteil vererbt wird und mittlerweile eine Volkskrankheit ist. Statistisch gesehen ist jeder vierte Mensch davon betroffen. Auch hier gilt: Wer früh zum Zahnarzt geht, kann effektiv vorbeugen. Bereits junge Patienten können unter einer besonders aggressiven Form von Parodontitis leiden.

Um die Pflege der Zähne ranken sich zahlreiche Mythen. Wie putzt man definitiv richtig?
IK • Leichte kreisförmige Bewegungen mit der Bürste. Ohne Druck und in einem Winkel von 45 Grad zum Zahnfleisch. Vor dem Putzen der Zähne eine Zahnseide gegen Kontaktkaries verwenden. Übrigens ist Fluorid in der Zahnpasta nicht schädlich, sondern ein zusätzlicher Zahnschutz.
EK • Die Qualität der Zähne ist heute besser als früher. Auffallend ist, dass durch gewisse Ernährungsgewohnheiten die Kiefer der Menschen zunehmend kleiner geworden sind. Deshalb hat die Therapie mit regulierenden Schienen auch bei uns stark zugenommen. Regulierungen dienen nicht nur der Ästhetik, sondern der gesundheitlichen Vorsorge und dabei übernimmt die Kieferorthopädie einen wesentlichen Part.

Sie bezeichnen Ihre Mitarbeiter als Mitgestalter Ihrer Vision. Wohin soll diese führen?
EK • Wir beide sind Bauchmenschen, überlegen uns sehr genau, mit wem wir zusammenarbeiten. Als Team wollen wir gemeinsam mit Bedacht wachsen, um qualitativ den Patienten zu einem anständigen Preis das Nonplusultra zu bieten. Den Patienten nicht für blöd zu verkaufen, nicht gierig werden, sondern mit Wissen und Einsatz überzeugen. Nahezu 90 Prozent unserer Patienten sind über Weiterempfehlungen zu uns gekommen. In Kärnten sind wir im Bereich der Implantologie an erster Stelle.

Das hat damit zu tun, dass wir auf Qualität setzen, die wir auch selbst verwenden. Wir sind mit heydents in das Brauquartier eingezogen, um zu bleiben. Uns wäre am liebsten, dass unsere Mitarbeiter hier in Pension gehen. Eben weil sie mitgestalten und zum Erfolg beitragen. An erster Stelle kommt für uns der Patient und danach die Mitarbeiter. Diese Prioritäten werden so auch wahrgenommen und geschätzt. Immerhin haben sich zwei unserer Mitarbeiter den Namen heydents tätowieren lassen.

Klingt nach einer für die Zahnarztbranche ungewöhnlich emotionalen Bindung.
EK • Das ist doch wunderbar, wenn es gelingt, Emotionen weiterzugeben. Unsere älteste Tochter studiert gerade Human- und Zahnmedizin. Dazu haben wir sie weder gezwungen, noch haben wir es erwartet. Wichtig war für Irene und mich immer: Egal was man macht, man muss ein Ziel haben. Ein klarer Fokus schafft Vertrauen. Und genau darum geht es den Menschen. Es ist nicht dem Zufall geschuldet, dass wir in Klagenfurt rund 15.000 und in Graz über 4.000 Personen zu unseren Patienten zählen dürfen.

Die Exklusivität der Klinik spricht wohl eher eine betuchte Klientel an. Gleichzeitig sehen Sie sich nicht als Luxusklinik. Ist das nicht ein Widerspruch?
IK • Um Luxus geht es dabei nicht. Sondern um ein Wohlfühlambiente für den Patienten, unsere Mitarbeiter und natürlich auch uns. Und ich denke, dass uns dies mit der Klinik auch gelungen ist. Mir bleibt ein Patient in Erinnerung, der bei seinem ersten Besuch sagte, er habe uns im zweiten Stock nicht gefunden, weil er dachte, es handle sich um ein Hotel. Bei der Gestaltung der Räumlichkeiten setzten wir auf Komfort. Auf steriles Weiß und den berüchtigten Zahnarztgeruch haben wir verzichtet.
EK • heydents ist keine Luxus-, sondern eine Qualitätsklinik. Das wir uns bei der Einrichtung Mühe gaben, ist logisch. Immerhin verbringen wir den ganzen Tag hier und manchmal auch die Nacht. Zum Schlafen gibt es eigene Räumlichkeiten und es kommt dann auch vor, dass wir zusammen mit den Mitarbeitern im Gemeinschaftsraum ein Ski-Rennen ansehen, eine Flasche Wein trinken und miteinander lachen.

Fotos: Benjamin Gasser

P. Kovacs-Merlini

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