Abwechslungsreiche Landschaften, idyllische Badeseen, kulturelle Schätze und feine Gaumenfreuden: In der Steiermark gibt es auch in diesem Sommer viel zu entdecken.
Von schroffen Felsen zu sanften Hügeln: Die geografischen Gegebenheiten von der Region Schladming-Dachstein bis in die Südsteiermark könnten nicht unterschiedlicher sein. Diese abwechslungsreiche Landschaft und die heimische Sterne- bis Hüttengastronomie machen den Charme der Steiermark aus und ziehen Jahr für Jahr viele Gäste an. Acht Millionen Nächtigungen haben sich die heimischen Touristiker für diesen Sommer zum Ziel gesetzt. Dass die elf Erlebnisregionen so viele Besucher anlocken können, ist für Landeshauptmann Mario Kunasek, der auch das Tourismusressort verantwortet, durchaus realistisch: „Die Steiermark besticht als Urlaubsdestination durch ihre beeindruckende landschaftliche Vielfalt. Unsere Region verbindet Naturerlebnis, Kulinarik auf höchstem Niveau und gelebte Tradition auf einzigartige Weise. Ob Genuss, Erholung oder Aktivurlaub – die Steiermark bietet für jede und jeden etwas Besonderes. Als Landeshauptmann bin ich stolz auf die Herzlichkeit unserer Gastgeber, die diesen Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.“

LH MARIO KUNASEK
„Unsere Region verbindet Natur, Kulinarik und Tradition.“
Naturjuwel
Im vergangenen Sommer hatte die Region Schladming-Dachstein laut Landesstatistik Steiermark mit 23,7 Prozent den höchsten Nächtigungsanteil. Die Region ist besonders bei ausländischen Touristen beliebt. Immerhin nächtigte über ein Drittel von ihnen in den Hotels und Ferienwohnungen dieser Region. Die schöne Landschaft mit ihren grünen Alpentälern, den prächtigen Kalkwänden und dem Dachstein macht sie zum Touristenmagneten. Erkunden lässt sich dieses Naturjuwel am besten im Rahmen einer geführten Wanderung. Egal, ob eine klassische Wanderung, Klettersteig, Stollenbesichtigung oder Trekkingtour mit Lama oder Alpaka, die erfahrenen Guides führen die Urlauber zu den spektakulärsten Plätzen. Ein besonderes Erlebnis ist die Gletscherwanderung. Sie verläuft von der Bergstation der Dachstein Gletscherbahn auf 2.700 Metern Seehöhe bis zum Guttenberghaus. Die Tour bietet einen einzigartigen Ausblick auf das weitläufige Almgebiet und Bergmassiv. Die Gehzeit beträgt rund sechs Stunden.


kommt man am Oberdorfer-, Haslober-, Podoler- und am Muhrenteich vorbei.
Kulturschätze
Das höchste Nächtigungsplus gegenüber dem Sommer des Vorjahrs verzeichnete die Region Graz. 57.793 Urlauber nächtigten 2024 in Graz und dem Umland. Auch diesen Sommer erwartet sich die Landeshauptstadt viel, feiert doch das Schloss Eggenberg sein 400-jähriges Bestehen. Die große Steiermark Schau zieht bereits seit 26. April viele Interessierte an und kann noch bis 2. November 2025 besucht werden. Thema der Ausstellung ist Aufstieg und Fall der Eggenberger. Die Geschichte der fürstlichen Familie wird in den Prunkräumen des Schlosses und der Schlosskirche erzählt. Ebenfalls zu sehen ist der einzigartige goldene Wagen des Fürsten Johann Anton von Eggenberg. Das kostbare Objekt wurde erstmalig vom Nationalinstitut für Denkmalpflege der Tschechischen Republik für eine Ausstellung verliehen.
Ein Jubiläum begeht auch die Südsteirische Weinstraße. Die größte Weinbauregion der Steiermark wird 70 Jahre alt. Am 10. August lädt die Marktgemeinde Ehrenhausen zum großen Jubiläumsfest ins Kultur-Weingut Kästenburg. Gäste können sich auf einen Tag mit Tradition, Genuss und Musik freuen.
Wasserreich
Empfehlenswert ist auch ein Besuch der rund 70 heimischen Badeseen. Der Grundlsee nahe Bad Aussee ist mit seiner Fläche von fünf Quadratkilometern der größte See der Steiermark und wird deshalb auch als „Steirisches Meer“ bezeichnet. Der tiefblaue Altausseer See wird gerne mit einem Tintenfass verglichen. Noch dunkler hingegen ist der Toplitzsee, der zwischen den Wänden des Toten Gebirges eingekesselt ist. Grund dafür ist der geringe Sauerstoffgehalt in 20 Metern Tiefe, der gemeinsam mit etwas Salz zwei Schichten im Wasser erzeugt, die dafür sorgen, dass das einfallende Licht „geschluckt“ wird. Daher wirkt der See schwarz.
In kristallklarem und heilsamem Wasser baden Urlauber in den fünf Thermenorten Bad Radkersburg, Bad Gleichenberg, Bad Loipersdorf, Bad Blumau und Bad Waltersdorf. Die großzügigen Bade- und Saunalandschaften der Thermen und das milde Klima von Frühling bis Herbst zeichnen das Thermen- und Vulkanland aus. Wem nach dem Baden nach Bewegung ist, dem seien die 14 Genussradeltouren ans Herz gelegt.
Gemütliche Radler und Familien, aber auch Rennradfahrer finden in der Region garantiert eine Strecke, die ihren Bedürfnissen entspricht. Die Radwege führen vorbei an Weingärten, durch den UNESCO-Biosphärenpark entlang der Mur, durch historische Städte bis hin ins Burgenland und nach Slowenien und Ungarn. Da neben der sportlichen Betätigung auch der Genuss im Vordergrund steht, darf ein Besuch in den vielen Buschenschänken, die mit Brettljausen und steirischem Wein verwöhnen, nicht fehlen.


Gustostücke
Die Steiermark gilt als Genussland. Ob Fleisch- oder Schinkenspezialitäten, fangfrische Fische, saftige Äpfel, Kürbiskernöl oder Wein: Was in der Steiermark gehegt und gepflegt wird, lässt Gaumen jubeln. Erst Anfang Juni dieses Jahres wurden 183 steirische Gasthäuser, Hotelrestaurants, Haubenlokale und 26 Hütten als Kulinarium Steiermark-Gastgeber ausgezeichnet. Die 209 Betriebe haben sich einem „Genussversprechen“ verpflichtet. Dazu zählen unter anderem die Verwendung von heimischen und saisonalen Lebensmitteln, nachhaltige Partnerschaften mit Produzenten und ein Mix aus traditioneller und moderner Küche. Die Betriebe tragen damit zur kulinarischen Identität der Steiermark bei und schaffen für ihre Gäste ein einmaliges Erlebnis.
Fotos: TV Gesäuse/Michael Königshofer, Erlebnisregion Murtal/ Michael Königshofer,
STG/Tom Lamm, STG/Bernhard Bergmann






