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Grazetta

BEARBEITER, Begleiter, VERTRAUTER

Im Leistungsportfolio des Grazer Rechtsanwalts finden sich 15 juristische Schwerpunkte. So umfangreich die Rechtswissenschaft ist, so unterschiedlich sind auch die Mandanten. Sprechen wir über sie.

GRAZETTAJeder Akt und jedes Verfahren sind unterschiedlich. Dahinter steht die Geschichte eines Menschen, der zum Mandanten wird. Wie nähert man sich an?

MANUEL NOVAK • Handelt es sich um einen Erstkontakt, dann ist es vor allem wichtig, den Menschen an seinem aktuellen Wissensstand abzuholen. Dabei geht es darum, die richtigen Fragen zu stellen, zuzuhören und ein Fundament aufzubauen. Dann entwickelt man gemeinsam eine Strategie, um ihn so gut wie möglich auf die Verhandlungen vorzubereiten. Welche Fragen können vom Richter kommen? Welche von der Gegenpartei? Darauf gilt es Antworten zu finden, Szenarien werden durchgespielt. Da geht es in erster Linie gar nicht um rechtliche Aspekte, sondern um emotionale Anforderungen. Man darf nicht vergessen, dass für die meisten Menschen ein Verfahren oder ein Prozess eine Ausnahmesituation darstellt. Viele sind nervös oder aufgebracht, wissen nicht, ob sie richtig oder falsch handeln. Wesentlich ist, den Menschen so zu begleiten und zu formen, dass er als Mandant sicher und selbstbewusst auftritt.

Für den Grazer Rechtsanwalt Manuel Novak ist es das Wichtigste, den Mandanten dort abzuholen, wo er sich befindet: „Man darf nicht vergessen, dass für die meisten Menschen ein Verfahren oder ein Prozess eine Ausnahmesituation darstellt.“

Gibt es Mandanten, die sich nicht formen lassen?
MN • Natürlich gibt es immer wieder Mandanten, die bis zu einem gewissen Grad resistent gegenüber Strategie und Beratung sind. Dann müssen andere Zugänge gefunden werden. Manche brauchen eine detaillierte Anleitung und hinterfragen jeden einzelnen Schritt und jedes Detail. Man darf das als Anwalt auch nicht persönlich nehmen oder werten. Am Ende des Tages geht es immer um die Lösung des Problems und was es dazu braucht. Ich versuche zwei oder drei unterschiedliche Strategien aufzubauen, damit im Verhandlungsablauf dementsprechend reagiert werden kann.

Wie entwickelt sich die Beziehung, wenn Verfahren länger dauern?
MN • Egal wie lange ein Verfahren auch dauern mag, am Beginn muss das Ziel klar definiert werden. Meine Aufgabe als Anwalt ist, den Mandanten dorthin zu führen und ihm das Ziel vor Augen zu halten. Der Weg dorthin mag mit Risiken und Gegenwind von der Gegenpartei verbunden sein, aber über die muss er informiert werden. Ohne Transparenz geht es nicht. Und je transparenter die Kommunikation ist, desto größer ist das Verständnis des Mandanten.

Wird man als Anwalt ab einem gewissen Punkt zum Vertrauten?
MN • Das hängt vom Akt und dem Fall ab. Ist es eine komplexe Angelegenheit, dann braucht es natürlich auch intensivere Gespräche, der Austausch ist regelmäßiger. Den braucht es auch, damit man für alle Individualitäten gewappnet ist. Wenn es etwa um ein Inkasso geht, ist man Aktenbearbeiter. Bei einem Pflegschaftsverfahren wird man hingegen zum Begleiter und auch zum Vertrauten.

Aber die Basis Ihrer Tätigkeit beruht auf den Fakten.
MN • Es ist ein Zusammenspiel von Fakten und Informationen und der gemeinsam erarbeiteten Strategie, mit der in die Verhandlung gegangen wird. Diese Synergie ist für mich eigentlich das Spannendste an dieser Tätigkeit. Man darf die Verhandlung nicht als Kampf sehen, sondern wie einen Tanz: Manchmal führt man und manchmal folgt man.

Wenn dann der Tanz nach längerer Zeit aus ist, tut sich dann eine Leere auf?
MN • Wenn ein Verfahren länger dauert und du zum Begleiter geworden bist, bleiben der Fall und der Mandant natürlich präsent. Du weißt zu jeder Zeit, an welchem Punkt man steht und dieses Wissen wird dem Mandanten auch kommuniziert. Durch diesen permanenten Austausch weiß er auch, dass er keine Aktennummer ist. Umgekehrt ist es so, dass da natürlich was bleibt, wenn die Verhandlung vorbei ist. Eine Leere wäre jetzt zu dramatisch formuliert, aber man hat doch über einen längeren Zeitraum einen Menschen und sein Leben intensiv kennengelernt. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass es bei einer Begegnung bleibt. Wenn ein Mandant mit der Abwicklung seines Inkasso-Themas zufrieden war, kommt er auch wieder, wenn es um komplexere Bereiche geht. In so einem Fall wird man wieder vom Aktenbearbeiter zum Vertrauten.

Foto: Benjamin Gasser; Werbung

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