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Grazetta

„LEBBARE Alternativen UMSETZEN“

Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) muss bei der Gesundheitsversorgung einen Kompromiss zwischen Wohnortnähe und medizinischer Spezialisierung finden. Im GRAZETTA-Interview erklärt er, warum ein österreichischer Masterplan Gesundheit dringend notwendig ist.
Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl: Ambulante Leistungen ausbauen.

GRAZETTAEs gibt viel Unmut über das öffentliche Gesundheitssystem, zum Beispiel wegen langer Wartezeiten. Was können Sie als Gesundheitslandesrat dagegen tun?
KARLHEINZ KORNHÄUSL • Es ist mein Ziel, dass die Steirer rascher zu einem Termin und schneller zu einer Behandlung kommen. In dem Bereich, den ich verantworte – für die Kassenordinationen ist ja die Sozialversicherung zuständig –, haben wir schon einiges auf den Weg bringen können.

Können Sie uns Beispiele nennen?
KHK • Wir konnten zum Beispiel die Personalsituation in den Spitälern verbessern und die Kapazitäten der Strahlentherapie ausweiten. Aber eines ist klar: Es sind erste Schritte, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Wir arbeiten in der Steiermark gemeinsam mit der Sozialversicherung jeden Tag daran, die Versorgung zu verbessern.

Wäre es, wie zuletzt gefordert, besser, die Spitalsagenden im Bund zusammenzuführen?
KHK• Dieser Vorschlag greift zu kurz. Es braucht eine wesentlich tiefergehende Reform, denn wir haben derzeit ein sehr komplexes System mit noch komplexerer Finanzierung. Daher habe ich einen Masterplan Gesundheit Österreich vorgeschlagen. Wir brauchen eine Reform, die den Patienten in den Mittelpunkt stellt und keine, bei der es nur um Macht und Geld geht.

Was schlägt Ihr Masterplan vor?
KHK • Alle Partner im System, also Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung, Standes- und Patientenvertretung müssen an einen Tisch. Man muss sich darauf einigen, welche Versorgung die Menschen brauchen. Was kann der niedergelassene Bereich, was müssen die Spitäler leisten? Wenn man diese Fragen beantwortet hat, kann man die effizienteste Form der Zuständigkeit und Finanzierung festlegen.

Viele Fachleute waren wie Sie der Meinung, dass das Leitspital in Liezen die beste Lösung gewesen wäre. Jetzt müssen Sie als Mitglied der blau-schwarzen Landesregierung eine andere Lösung umsetzen. Woran ist das Leitspital gescheitert?
KHK • Gescheitert ist es an der fehlenden Mehrheit. Bei der Landtagswahl vor einem Jahr haben jene Fraktionen die Mehrheit bekommen, die jahrelang gegen das Leitspital mobil gemacht haben. Das ist in einer Demokratie zu akzeptieren. Meine Meinung hat sich nicht geändert, nur weil sich politische Mehrheiten geändert haben. Als Arzt sehe ich es als meine Verpflichtung an, eine gute und lebbare Alternative umzusetzen. Das wird uns mit dem Spitalsnetz Liezen gelingen. Man kann die Leute im Bezirk Liezen ja nicht im Stich lassen.

Wie wird die Versorgung der Menschen im Bezirk Liezen aussehen?
KHK • Mit dem Spitalsnetz und der bundesländerübergreifenden Zusammenarbeit mit Salzburg und Oberösterreich ist die Versorgung der Bevölkerung gesichert. Und man darf eines nicht vergessen: Die Gesundheitsversorgung besteht nicht nur aus Spitälern. Wir haben im Bezirk Liezen über 40 Allgemeinmediziner, über 50 Fachärzte, drei Notarztstützpunkte und zusätzlich noch einen nachtflugtauglichen Notarzthubschrauber. Man muss die Vielfalt sehen.

Anfang November wurde der regionale Strukturplan Gesundheit präsentiert. Welche Schwerpunkte setzt dieser Plan?
KHK • Im Plan für die steirische Gesundheitsversorgung für die nächsten fünf Jahre gehen wir auf die Herausforderungen und Chancen ein, die sich aus der Bevölkerungsentwicklung und aus dem medizinischen Fortschritt ergeben. Wir haben bei der Erstellung mit den Experten auf die Balance zwischen Wohnortnähe und Spezialisierung geachtet. Tagesklinische und ambulante Leistungen werden ausgebaut. Mit der Spezialisierung der einzelnen Häuser können alle Spitalsstandorte erhalten.

Sie werden oft als Nachwuchshoffnung der ÖVP genannt, sehen Sie Ihre berufliche Zukunft in der Politik?
KHK • Ich habe als Arzt im Gesundheitssystem gearbeitet, jetzt arbeite ich als Gesundheitslandesrat am System, mein Motiv ist das gleiche: Ich will Menschen helfen. Darum bin ich Arzt geworden. Darum habe ich in der Landesregierung Verantwortung übernommen.

Foto: Michaela Lorber

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